Rohrleitungs- und Umschlussarbeiten in Starnberg


Publiziert 22. Dezember 2017

Im Jahr 2015 wurde in der Trinkwasserversorgung der Stadt Starnberg ein staatlich gefördertes Klimaschutz-Teilkonzept zur Ermittlung von Energieeinsparpotentialen durchgeführt.

 

Hierbei wurde als eine Maßnahme zur Energiereduktion der Bau einer Verbindungsleitung von der Brunnenanlage Mamhofen zum Hochbehälter Alersberg ausgearbeitet und vorgestellt. Durch diese Maßnahme soll ein erneuertes Anheben des Wassers durch die Pumpstation Prinz-Karl-Straße vermieden und somit der Energieverbrauch gesenkt werden. Insgesamt wurde berechnet, dass durch diese Maßnahme eine Energiemenge von rund 230.000 kWh pro Jahr eingespart werden kann. Das entspricht einer CO2-Einsparung von ca. 130 t/a*.

 

Nach dem Beschluss der Stadt Starnberg im Jahr 2016 wurde im August 2017 mit den Baumaßnahmen begonnen. Insgesamt wurden 360 Meter Wasserleitungen DN 200 erneuert und an insgesamt fünf Punkten im Leitungsnetz Verbindungen hergestellt, um die hydraulische Situation zu optimieren. Da der Leitungsbau größtenteils in Wohngebieten durchzuführen war, konnten in diesem Zuge insgesamt 16 Hausanschlüsse erneuert werden.

 

Mit dem Anschluss des Ortsnetzes (DN 200) an die Leitung des Hochbehälters Alersberg (DN 400) im Bereich Alpspitz- Kreuzung Esterbergstraße wurde der aufwendigste Verbindungspunkt definiert. Hierzu wurde der Hochbehälter in den verbrauchsarmen Abend- und Nachtstunden für 12 Stunden außer Betrieb genommen werden und somit das Ortsnetz von der Wasserversorgung getrennt. Der sensible Eingriff in die Wasserversorgung wurde am 27.09.2017 um 6:00 Uhr beendet und die volle Versorgung wieder hergestellt. Die Abnahme der Gesamtmaßnahme einschließlich aller notwendigen Straßenbaumaßnahmen, wurde Ende 2017 durchgeführt.

 

Dieses Projekt gilt als Paradebeispiel für das Ermitteln von Einsparpotentialen durch Energieanalysen und die umgehende Umsetzung dieser Maßnahmen. Die Kosten für die Steigerung der Energieeffizienz amortisieren sich bereits ca. im Jahr 2021.

 

*Mit einer CO2-Äquivalenten von 565 g CO2/kWh (Umweltbundesamt Stand 2011)